bANNER KÜHA1
|   Start   | |   Historie   | |   Aktuell   | |   Veranstaltungen   | |   Ausstellungen   | |   Archiv   | |   Presse   | |   Kontakt   | |   Impressum   | |   Links   |

Sigrid Siegele - Plastische Arbeiten

Siegele at work

Sigrid Siegele in der Galerie des Künstlerhauses Ziegelhütte

Die Bildhauerin Sigrid Siegele lebt seit 20 Jahren in Darmstadt. Dies ist Anlaß für das Künstlerhaus Ziegelhütte, eine Ausstellung mit ihren Arbeiten in Haus und Garten zu zeigen. 1988 hatte sich Sigrid Siegele um den Preis für junge Künstler der Darmstädter Sezession beworben.
Das war bei der 9. Freiplastikausstellung auf der Ziegelhütte. Und sie hatte eine so überzeugende Arbeit aus ihren Ziegelelementen aufgebaut, dass sie die Preisträgerin wurde. Das hat sie mit Darmstadt verbunden, sie hat Freunde hier gefunden, erhielt Anerkennung und Förderung, fand ein Atelier und blieb.

Sigrid Siegele ist in Ravensburg in Württemberg geboren und arbeitete zunächst als Erzieherin und Sozialarbeiterin. Ab 1981 studierte sie an der Gesamthochschule Kassel freie Kunst mit dem Schwerpunkt Baukeramik. 1986 schloß sie ihre Studien dort ab. Studienaufenthalte führten sie in den Jahren 1985-87 nach Nepal, Indien und Portugal. Seit 1983 hatte sie viele Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Sie nahm an Pleinairs in Mirabel teil, an Symposien in verschiedenen Ländern und arbeitete an Skulpturenprojekten mit. Sie ist Mitglied der Darmstädter Sezession und gehörte von 1999-2001 zu deren Vorstand.

Eine Reihe ihrer großen Ziegeltore, Stelen und Wände haben Platz gefunden im öffentlichen Raum. So wird eine Arbeit von ihr in Kürze einen Platz im Martinsviertel finden, an der neu gestalteten Rad- und Fußwegverbindung Ruthsstraße/Pankratiusstraße. 

Im Künstlerhaus Ziegelhütte wird ein Querschnitt durch ihr Schaffen zu sehen sein, darunter eine Reihe von neuen Arbeiten.

Die Journalistin Anja Trieschmann hat über die Tore und die Arbeitsweise von Sigrid Siegele geschrieben: „Die Tore sind zusammengesetzt aus verformtem Ziegel, aus der Norm getrieben, ver-trieben. Dabei kommt es zu Verrenkungen, wie im Leben auch. Der Mörtel zwischen den verformten Steinen macht, dass die Tore stabil wirken, monumental, von ewiger Dauer. Doch der Ziegel trägt das Erdhafte materialbedingt schon in sich. Der Moment des Vergänglichen ist immer schon mitgedacht von der Künstlerin….

Die kaum wahrnehmbaren Abweichungen und Verformungen, die Widersprüchlichkeit zwischen Norm und Form, sind nicht Zeichen des Trennenden, sondern des Verbindenden: Siegeles Anliegen ist Kommunikation, ist das Aufzeigen von Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu treten, ist Offenheit und Transparenz, die den oft brutalen Einwirkungen des Lebens trotzt. Kunst ist für sie der Moment, in dem sich Intellekt und Sinnlichkeit, Konzept und Zufall, handwerkliches Können und materialbedingte Unberechenbarkeit begegnen und zu einer Einheit mitten im Widerspruch werden.“

Die Ausstellung in Galerie und Garten des Künstlerhauses Ziegelhütte in der Kranichsteiner Straße 110 in Darmstadt wird am Sonntag, 13. Juli 2008, um 11.30 Uhr eröffnet. Sie dauert bis zum 02.08.2008 und ist Do/Fr/Sa von 15-18 Uhr geöffnet oder nach Vereinbarung (Tel. 06151-715031 oder 9676710 oder mobil 0171-7462240 – Fax 06151-9676711 eMail kuenstlerhaus-ziegelhuette.de.

 

zurück

Künstlerhaus Ziegelhütte e. V.      |      Kranichsteiner Straße 110      |       64289 Darmstadt       |       Telefon: 0162 3193288       |      Impressum